Mios Wesenstest am 11.8.2012
Wesenstest des DRC in Düsseldorf.

Die Organisation war hevorragend (besonders dieser coole Kakao- und Kaffeeautomat
) und das Wetter perfekt.

Vielen Dank an die Sonderleiterin Steffi Ott mit ihrem Team.


Gerichtet bzw. beurteilt hat Angelika Evans. Auch ihr ein herzliches Dankeschön!




Mio und ich waren gleich als zweites dran (das Los der Rüden
)
Das war für uns eigentlich ganz gut, da ich mir das Ganze beim ersten Durchgang angucken konnte und somit den Ablauf kannte.


Mio war zu Beginn etwas aufgeregt bzw sehr freudig erregt: "So viele Menschen!?!!?!! Seid ihr alle wegen mir da???? Das ist ja wunderbar!!!!!!!!!!!!!!!!!"

Ich glaube nach drei Wochen Ferien ist er ein wenig auf Kuschelentzug


Dementsprechend hat er dann, wie von mir erwartet, den gesamten ersten Teil des Tests auch ganz locker gemeistert und dafür folgende
Beurteilung bekommen:


Temperament, Bewegungs-, Spielverhalten;
Ausdauer, Unerschrockenheit, Aufmerksamkeit
Der 15 Monate alte Golden Rüde zeigt sich temeperamentvoll und sehr bewegungsfreudig.
Er spielt gerne.

Beuteverhalten, Tragen, Zutragen, Spürverhalten
Beute- und Bringtrieb zeigt er mit Freude und Ausdauer.

Unterordnungsbereitschaft, Bindung
Der Rüde ist sehr unterordnungsbereit und zeigt eine gute Bindung zur Führerin.

Sicherheit gegenüber Menschen, Kreisprobe, Seitenlage
Menschen gegenüber ist er sicher und freundlich, beim Spiel, im Kreis und in der Seitenlage.

Schuss
Der Schuss beeindruckt ihn nicht.



Im Anschluss ging es dann auf den Parcours:


Station 1:
Zwei mit Steinen befüllte Kanister, die aneinander geschlagen wurden
Mio lief sofort total freudig auf die erste Station zu: Er beschnüffelte die Kanister, die aneinandergeschlagen wurden und war sehr fröhlich. Dann hörte die Helferin auf zu schütteln und Mio schnüffelte weiter. Kurz darauf (die Prüferin und ich waren schon mit den Worten, ach das beeindruckt ihn ja gar nicht weiter gegegangen) sprang er aus uns unerklärlichem Grund ganz plötzlich nach hinten weg. Ging aber wieder selbstständig nach vorne. Sprang dann aber auch wieder erschreckt weg, obwohl sich die Kanister gar nicht mehr bewegten.
Im Nachinein meinte die Helferin, dass sie sich vorstellen könnte, dass er sich an den kleinen Bennelzen verbrannt hat, da seine verletzte Pfote ja noch recht empfindlich ist. Wer weiß?

Station 2: Handstaubsauger wird durch Knieende Person bedient (vor ihr liegt ein Handtuch)

Danach lief er aber immerhin weiter eigenständig vor uns her und stieß auf einen Handstaubsauger (Staubsauger mag er schon zu Hause n icht. Da geht er immer in einen anderen Raum). Auch den beguckte er sich aus ca. 2m Entfernung, wollte aber nicht alleine rangehen um ihn zu beschnüffeln. Tat dies aber auch, als die Richterin ihn heranrief.
Nach dieser Station wirkte er dann doch etwas verunsichert: Ui, was passiert denn hier heute komisches? Aber er lief weiterhin selbstständig vor uns her.

Station 3: Ein Flitzeplastikbär mit Glocken, der ruckartig über die Wiese gezogen wird.

Den fand Mio echt gruselig, aber ich denke, dass er auch durch die beiden Situationen zuvor sehr hochgedreht war. Auch diese betrachtete er aus ca 2 m Entfernung. Er ließ sich auch zu mir rufen, versteckte sich aber hinter mir und verkroch sich unter meinem Bein. Den Bären fand er dabei gar nicht so chlimm, aber der akustische Reiz durch die Glocken war ihm doch unheimlich. Dennoch lief er weiterhin vor uns her und stieß auf die nächste Station.

Station 4: Kinderzelt, das stark wackelt, aus dem dann ein Mensch kommt und den HUnd heranruft.

Das Zelt fand Mio gar nicht schlimm. Er blieb kurz davor stehen, betrachtete es und als der Mensch heraus kam, lief er direkt daruf zu. Das Problem war nur - und da hat er sich dann wieder erschreckt, dass zwischendurch die Zeltöffnung wieder zufiel und ein für ihn komisches Geräusch machte. Er ist danach aber wieder zum Zelt zurück um mit dem MEnschen zu kuscheln.
Weiter gings selbstständig zur nächsten Station mit der er überhaupt kein Problem hatte.

Station 5: Ein Müllsack auf dem Bodern - Darüber ein Plastikbändervorhang.

Diese Station durchlief er ganz alleine ohne Probleme.

Station 6: Ein riesiger Teddy, der im Baum hoch- und runtergelassen wird

Auch den fand Mio (meiner Meinung nur aufgrund der zuvor gemachten Erfahrungen, denn eigentlich kennt er solche großen Kuscheltiere aus der Schule und liebt sie) sehr merkwürdig. Er ging jedoch selbstständig hin und schnüffelte, entfernte sich jedoch relativ schnell wieder davon.


Insgesamt führte dieses Verhalten insgesamt zu dieser Beurteilung:


Sicherheit gegenüber optischen und akustischen Reizen
Auf dem Parcours ist er bei den optischen Einflüssen vorsichtig, bei den akustischen Eindrücken misstrauisch und lässt sich nur mit Hilfe heranführen.


Insgesamt war ich, wenn ich ehrlich bin, über diesen Verlauf und die damit verbundene Beurteilung, etwas traurig, da ich den Zwerg bisher anders eingeschätzt und vor allem anders erlebt habe. In der Schule ist er absolut sicher. Da können Griffelmappen vor seinem Kopf auf den Boden fallen. Da macht er die Augen auf, guckt und schläft weiter. Knallende Türen, umfallende Becher, schreiende Kinder... machen ihm genauso wenig aus wie der Großstatdverkehr in Hannover. Und auch wenn Menschen diesen Bericht lesen, die sich mit solchen Tests nicht auskennen (z.B. Eltern) macht sich diese Beurteilung wohl nicht so toll. Naja, dann werde ich wohl parallel zum Video des Wesenstests einige Videos aus unserem Schulalltag einstellen

Doch da kann mal wieder sehen, wie kontextgebunden die Hunde lernen. Was in der Schule oder in der Statd normal ist, ist keinefall in der natürlichen Umgebung akzeptabel...

Und bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin nicht unzufrieden, dass Mios Verhalten so beurteilt wurde. Die Beurteilung entspricht dem, was er an diesem Tag gezeigt hat, jedoch denke ich n icht, dass die Beurteilung seinem tatsächlichen naturell entspricht. Sicher gehört er n icht zu den sichersten Hunden. das hat bereits der Welpentest gezeigt, aber im Normalfall geht er auf akustische und auch optische Reize so zu wie zu Beginn von Station 1 (siehe Video).

Zudem habe ich deutlich gesehen, dass seine Reaktionen von Station zu Station unsicherer wurden. Da finde ich es auch sehr schade, dass die etwas unsicheren Hunde "gezwungen" werden sich jedes Objekt direkt von Nahem zu betrachten, während die Hunde, die es gar nicht beachten sondern einfach zwei Meter daran vorbeilaufen, sich die Dinge gar nicht genau betrachten müssen. Ich denke für das nervliche Kostüm meines Zwerges wäre es besser gewesen, den Parcours zunächst selbstständig zu durchlaufen, frei Wählen zu können, wie sie auf die Reize reagieren und erst am Ende zu den furchteinflößenden Gegenständen zurückzukommen. So war er am Ende des Parcours bereits so von der Rolle, dass er allem misstrauisch gegenüberstand (sogar dem Kuscheltier und der Person, die neben dem Teddy stand und Menschen gegenüber ist er eigentlich noch nie, kein einziges Mal in seinem Leben misstrauisch begegnet).

Schade finde ich es auch, dass er sich direkt bei der ersten Station vor irgendetwas dermaßen erschreckt hat, was keiner von uns wahrgenommen hat, denn es war ja auf keinen Fall der dargebotene akustische Reiz...


Abschließende Bemerkung im Testbericht:
Ein arbeitsfreudiger Rüde mit guter Bindung, der sich im akustischen Bereich recht unsicher zeigt.



Naja, ihr könnt es euch ja, wenn ihr wollt, im Video anschauen und ich freue mich über Kommentare. Das Video braucht jedoch noch eine ganze Weile. Das bekommt ihr dann heute Abend zu sehen...



Wie auch immer: Mein kleiener Miozwer ist und bleibt der coolste Hund, den ich kenne und ich werde ihn nie im Leben wieder hergeben!


Ich hab' dich lieb, kleiner Miozwerg!!!!!



PS:
Schwetserchen Flaps (Windworker's Catnip) war auch mit dabei und hat den Test hervorragend gemeistert!!!! Herzlichen Glückwunsch!!!!

Hier ihre Beurteilung:


Die 15 Monate alte Goldenhündin ist sehr temperamentvoll und dauernd in Bewegung.


Beute und Bringtrieb zeigt sie freudig.


Die Hündin ist unterordnungsbereit und hat eine gute Bindung zu den Führern.


Menschen gegenüber ist sie freundlich, wenn sie den Kontakt zu ihnen entscheiden kann.

Im Kreis und der Rückenlage sicher. Der Schuss beeindruckt sie nicht.

Auf dem Parcour zeigt sie sich sicher, nur der große Teddy beeindruckt sie kurzfristig.


Eine sehr lebhafte, apportierfreudige Hündin.